Digitalisierung im Landkreis Oldenburg

17. März 2021 / Dr. Christian Pundt

Die Digitalisierung umfasst viele Bereiche des täglichen Lebens. Sei es der Termin in einem Rathaus oder Kreishaus, der tägliche Umgang mit dem Internet zu Haus und damit der Breitbandverbindung oder im Kontext zur Berufstätigkeit.

Wichtig ist, dass wir bei diesem Thema schneller werden und die ländlichen Räume genauso stärken, dass es keinen Unterschied zwischen Stadt und Land gibt.

Auch setze ich mich für die Realisierung örtlicher Digitalisierungsstrategie, u.a. für den Einzelhandel und das Ehrenamt ein. Dies kann beispielsweise mit einer Regio-App gelingen. Aus meiner Sicht sollte hier eine universitäre Forschungsbegleitung stattfinden.

Im Arbeitskreis Digitalisierung des Niedersächsischen Städte-und Gemeindebundes setze ich mich für bürgerfreundliche Lösungen ein.

Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse

Aus meiner Sicht ist der Brteitsbandausbau konsequent weiterzuführen, auch wenn es manchmal schwierig in der Umsetzung ist. Fördermittel können zwar abgerufen werden; es muss jedoch auch Firmen geben, die das umsetzen können. Hier haben wir noch viel zu tun.

Digitalisierung in der Verwaltung

Die Verwaltung setzt bereits seit längerem auf Digitalisierungsmaßnahmen, die für die Bürgerinnen und Bürger sinnvoll sind. Wir haben das Kitawebportal eingerichtet, welches Eltern ermöglicht, die Anmeldungen etc. komplett elektronisch abzubilden. Auch unser Haushalt ist transparent im Netz zu finden. Dies brauchen wir auch für den Landkreis Oldenburg. Transparenz ist die Summer aller Handlungen. Gerade in der heutigen Zeit wird das Thema immer wichtiger, denn das Vertrauen in Regierung etc. durch dubiose Geschäftspraktiken ist derzeit sehr geschwächt.

Digitalisierung an Schulen

Die Coronakrise hat es gezeigt. Derzeit gewinnen die Kommunen und Schulen, die sich auf den Weg begeben und nicht auf Entscheidungen von Bund und Land gewartet haben. Die Versorgung mit der technischen Infrastruktur ist zwar im Aufbau, es fehlt jedoch an der technischen Betreuung. An den Schulen sind Assistenzstellen vorhanden, die den sozialen Kontext abbilden. Verfügungsstunden für Digitalisierungsmaßnahmen gibt es jedoch landesseitig nicht. Hier setze ich an und habe mit dem Staatssekretär Herrn Mühle (CDU) und Oberschuldirektorin Silke Müller einen ersten Termin durchgeführt, um inhaltlich weiter zu kommen. In den meisten Medien im Landkreis Oldenburg gab es dazu umfangreiche Berichte. Diese sind meinem Blockbeitrag angefügt.

Folgende Pressemitteilung wurde veröffentlicht:

-Pressemitteilung- 

Digitale Entwicklung im Landkreis Oldenburg

Christian Pundt, Landratskandidat für den LK Ol und Bürgermeister der Gemeinde Hatten, Stefan Muhle, Staatssekretär  im niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung und Silke Müller, Oberschuldirektorin der Waldschule Hatten, diskutieren über das Thema Digitalisierung an Schulen und ziehen bei den Inhalten an einem Strang.

In einem fachlichen Austausch per Videokonferenz tauschten sich Staatssekretär Stefan Muhle Staatssekretär (CDU), die Oberschuldirektorin der Waldschule Hatten, Silke Müller und Landratskandidat und der derzeitige Bürgermeister der Gemeinde Hatten, Christian Pundt über die Weiterentwicklung und Optimierung der Digitalisierung an Schulen aus. „Um einheitliche und fachliche Inhalte einzufordern und umzusetzen, setzt man sich mit den Personen zusammen, die etwas davon verstehen“, so Bürgermeister Pundt. Bisher werden an den Schulen meist unterschiedliche Modelle umgesetzt und Eltern können so kaum eine fundierte Entscheidung treffen, wo ihre Kinder später die Schule besuchen sollen. Manche Schulen haben sich inhaltlich früher auf dem Weg begeben, wie beispielsweise die Waldschule in Hatten. „Der Schulträger hat die Schule bisher immer in ihren Bestrebungen unterstützt. Inhaltlich umsetzen und die Digitalisierung in den schulischen Alltag zu implementieren ist jedoch die ureigenste Aufgabe einer Schule. Dafür braucht es eine angemessene Anzahl an Stunden“, so Silke Müller. Staatssekretär Muhle lobte die erfolgreiche Arbeit der Schule und die Zusammenarbeit mit dem Schulträger. Er ist sich bewusst, dass noch viel Arbeit in die Digitalisierung eingebracht werden muss. Insbesondere muss die Anbindung der Schulen an Glasfaserleitungen schneller umgesetzt werden. „Es ist positiv zu sehen, dass digitale Unterrichtsinhalte weiter in den Schulalltag integriert werden. Wichtig ist jedoch, dass auch die Voraussetzungen im personellen und sachlichen Ausstattungen vorliegen müssen,“ stellen alle drei fest. Niedersachsen und Deutschland insgesamt muss im Bereich der Digitalisierung schneller und besser aufgestellt werden. 

Drei Kernbereiche hätten sich aus dem gemeinsamen Gespräch, die auf Länder-aber auch auf kommunaler Ebene kurz-und langfristig gelöst werden müssen, konkretisiert:

Zum einen gilt es, den Schulen entsprechende Verfügungsstunden zur Verfügung zu stellen. „Jede Schule hat eine entsprechende Anzahl an Stunden für die allgemeine Aufgabenwahrnehmung zur Verfügung. Für die Digitalisierung wurde bisher keine einzige Stunde zusätzlich bereitgestellt,“ so Silke Müller. Dies ist ein zentrales und kurzfristiges Anliegen und findet auch bei Muhle und Pundt ausdrücklich Unterstützung. 

Pundt berichtet dass vorhandene Stellen als Schulassistent*in zwar dem Bereich der digitalen Arbeit zugeschrieben werden, jedoch Stellenausschreibungen so offen gehalten werden, dass digitale Kompetenzen für die Besetzung nicht erforderlich sind. Dies muß zwingend an die Realität angepasst werden, so die Ansicht des Hauptverwaltungsbeamten. 

Als zweiten Punkt nennt Pundt als Ergebnis nach den Gesprächen zukünftig die Besetzung von IT-Stellen an den Schulen. Dies wird in Teilen teilweise durch Verträge mit Fachfirmen (IT-Support) oder zentral bereits umgesetzt. In vielen Gesprächen wird deutlich, dass hier vor Ort Kompetenzen benötigt werden. Hier gilt es, Fachpersonal bereit zu stellen, das dann an den Schulen vor Ort die Arbeit leistet. „Was bringt die beste technische Ausstattung, wenn diese vor Ort nicht optimal genutzt werden kann,“ so Pundt. 

„Die Digitalisierung wird die Berufswelt weiter verändern. Eine Anpassung an die Lebensrealität ist daher notwendig“, so Pundt. 

Als dritter Kernbereich wird daher angeregt werden, auf Landesebene den Beruf des pädagogischen Schul-IT-Admins zu etablieren. Dies kann in einem Bachelorstudiengang münden oder als Aufbaustudiengang. Wichtig ist, dass jemand mit fachlichem Verständnis für IT-Fragen auch pädagogisches Wissen einbringen kann, um Schulungsaufgaben zu übernehmen. „Die weiteren Anforderungen für einem pädagogischen Schul-IT-Admins  wurden von mir in einem Ideenpapier“ zusammengefasst und meinen beiden Gesprächspartnern übergeben“, so Silke Müller. „Insgesamt wurde deutlich, dass die Chancen aus der derzeitigen Situation genutzt und gemeinsam verstärkt werden müssen“, so Pundt.