Nachhaltiges Wohnprojekt Worpswede

05. Februar 2021 / webmaster

Wohnsiedlung „Quartier am Wald“ in Worpswede

In Worpswede ist eine Wohnsiedlung der besonderen Art entstanden. Zweieinhalb Hektar ist das Gelände groß und es bietet ausreichend Platz für rund 150 Menschen.
Mehrere Hausgruppen mit gemeinschaftlich genutzten Höfen,  insgesamt 20 Doppelhaushälften, sechs Reihenhäuser und fünf Wohnhäuser mit je vier Wohnungen, gehören zum Quartier. Nach dem Motto „Vielfalt in der Einheit“ sind alle dieser Niedrigenergiehäuser in ökologischer Holzbauweise mit hochwertigen Materialien erstellt. Die moderne Architektur erfüllt alle Anforderungen sowohl des Klima- als auch Umweltschutzes.
Nach dem Vorbild von Rundlingsdörfern gruppieren sich sechs Häuser um einen Hof. So wird gemeinschaftliches Zusammenleben gefördert. Parkplätze gibt es kaum, die meisten Autos werden in einer Tiefgarage abgestellt. Heizungsräume findet man in den Häusern nicht, aus Keller eines zentralen Gebäudes ungefähr in der Mitte der Siedlung versorgt ein energiesparendes Blockheizkraftwerk alle mit Strom und Wärme. Das ist ökologisch sinnvoll und in den Häusern gibt es mehr Nutzfläche. Breitbandausbau ist von Anfang an wichtig gewesen, alle Häuser haben einen Glasfaseranschluss, außerdem gibt es Ladestationen für Elektroautos.

In dem zentralen Gebäude gibt es eine KiTa für 35 Kinder und ein Seniorenwohnheim mit 55 Plätzen. Außerdem hat dort eine Bäckerei mit Café eröffnet und es gibt einen Friseursalon.

Ausgedacht haben sich das zwei gestandene Worpsweder Kommunalpolitiker im Rentenalter, Henner Frevel und sein Partner Dr. Hans Ganten. Gemeinsam gründeten sie eine Firma und setzten für gut 20 Millionen Euro ihr Projekt um.

Fotos: Uta Wilms